Hallo, ich bin´s, Eure Daisy!

Ich möchte Euch etwas über uns "Wellis" erzählen.

Unsere Vorfahren kamen aus Australien, unsere wildlebenden Artgenossen leben noch heute dort. Sie ziehen als Nomaden durch die Halbwüsten, Gras- und Trockensteppen Zentralaustraliens auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Dort ist es tagsüber sehr heiß, manchmal bis zu über 40° C im Schatten. Nachts kann es dagegen bis auf unter 0° C abkühlen. Dann schlafen sie dicht aneinander gekuschelt und wärmen sich gegenseitig.
Wir sind sehr gesellige Vögel, unsere Freunde in Australien leben in Kolonien mit bis zu 60 Wellis. Wenn sie auf der Suche nach neuen Nahrungsgründen sind, schließen sie sich mit anderen Kolonien zu Schwärmen mit bis zu 2000 Wellis zusammen.
Auch wir möchten auch nicht ganz alleine im Käfig leben und freuen uns, wenn wir zusammen mit anderen Wellis in einer Welli-WG leben können.

In der freien Natur ernähren wir uns hauptsächlich von Grassamen, wir mögen aber neben dem "Standard-Körnerfutter" auch frisches Obst (Ananas, Apfel, Banane, Birne, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Kiwi, Melone, Weintrauben) sowie Hirse, Erbsen, Möhren, Kerbel, Spinatblätter, Petersilie, Tomate, Ei und Vogelmiere. Sie dürfen aber nicht mit Insektiziden oder Düngemitteln behandelt worden sein. Wir brauchen auch jeden Tag frisches Wasser.

Unsere Vorfahren sind wie unsere Freunde in Australien grün/gelb und sehen mir ähnlich. Allerdings sind sie ein bischen kleiner als ich. Alle anderen Farbschläge, wie die zum Beispiel von Lucky, Paulie und Lotte, sowie unsere Größe entstanden durch Züchtungen.
Einen jungen Welli kannst Du an den Augen, dem Gefieder, dem Schnabel und der Wachshaut erkennen. Er hat große schwarze Knopfaugen, die Wellenzeichnung reicht über das Köpfchen hinweg bis fast zur Wachshaut, die Kehltupfen sind noch sehr klein, der Schnabel ist dunkler als der von erwachsenen Vögeln und die Wachshaut ist hell. An unserer Wachshaut erkennst Du auch unser Geschlecht. Erwachsene Weibchen haben eine beige, bräunliche oder braune Wachshaut und erwachsene Männchen haben eine blaue Wachshaut. Bei einigen Farbschlägen entfällt aber dieses Unterscheidungsmerkmal.

Die ersten von uns kamen um 1840 nach Europa, erst nach England und um 1850 auch nach Deutschland. In Deutschland wurden 1855 die ersten Wellis gezüchtet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts dürfen keine Wellis mehr aus Australien exportiert werden. Wenn Du meine Artgenossen im Fachhandel siehst, kannst Du sicher sein, daß sie nicht gefangen, sondern bei einem Züchter geboren wurden.
Unseren deutschen Namen haben wir durch unser schönes Wellenmuster bekommen. Im englischen heißen wir Budgerigar und die Aborigines nennen uns Betcherrygah, was soviel wie "gutes Essen" bedeutet. Das wird aber auch mit "hübscher" oder "schmackhafter" Vogel übersetzt. Die Wissenschaftler bezeichnen uns als Melopsittacus undulatus.
Das bedeutet etwa "gewellter Singpapagei".

Hier unser zoologischer Steckbrief

Bis zum nächsten Mal!

Eure Daisy


Wellis
Startseite